spanien

Gegensätze ziehen sich an

Im Moment bin ich in den Pyrenäenausläufern, in einem kleinen Dorf und schreibe einen Großstadtroman

Pyrenäenausläufern

1995 – 2015 – von Santa Fe (New Mexiko, USA) nach San Miquel de Fluvià (Katalonien, Spanien)

Schuh

Manchmal halten Schuhe länger als man denkt und tragen jeden Menge Geschichten mit sich. 20 Jahre. Vergangen.

Wer kommt zuerst an?

Spanien

Ines ist unterwegs, genau wie Luca. Sie kommen aus Berlin und Paris und werden sich nicht auf dieser Bank treffen, das wissen wir, Didier und ich, weil wir ihre Geschichte schreiben, hier in Spanien, in einem abgelegenen Dorf und manchmal auf dieser Bank sitzen und ins Blaue schauen, dahin, wo unsere Helden sich das erste Mal begegnen. Oder doch nicht?

Ins Blaue

Ampurdan Manuskript Photo Didier Laget

Der September ist für einen ganz besonderen Text reserviert, den ich mir zusammen mit Didier Laget schon vor zehn Jahren ausgedacht habe und der in Spanien spielt, genau da, wo wir auch diesen September wieder sein werden, irgendwo im Ampurdan.

Port de la Selva

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Da stehe ich nun, im Winter in Port de la Selva, mit den Pyrenäen im Hintergrund und schreibe an einem Buch, das in Brandenburg spielt, auf dem Land, kurz vor der polnischen Grenze: „Der Sommer, in dem wir alle über Bord gingen“ – und ich stehe da und frage mich, wieviele Boote ich wohl brauchte, um all meine Charaktere einzuladen, aus all meinen Büchern und wer wohl mit wem in einem Boot fahren würde und wohin dann die Reise ginge.

Blaupause in Katalonien

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St. Pere de Pescador.

Port Bou

Port Bou Foto Beate Dölling

Am der Gedenkstätte “Passagen” von Walter Benjamin. Eine 1994 errichtete Installation von Dani Karavan.

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Walter Benjamin befand sich 1940 auf der Flucht vor der deutschen Gestapo. Er trug eine Aktentasche mit Manuskripten bei sich. Mit einer kleinen Gruppe unter Führung der Fluchthelferin Lisa Fittko überquerte er am 25. September die Pyrenäen, um in den spanischen Küstenort Portbou zu gelangen. Von dort wollte Benjamin, der ein Visum für die USA besaß, nach Lissabon weiterreisen. Aufgrund einer Herzkrankheit konnte er den Weg nur sehr langsam zurücklegen. Wider Erwarten wurde den Flüchtlingen in Portbou gemäß einer neu erlassenen Verordnung der spanischen Regierung die Einreise verweigert. Benjamin starb in der Nacht zum 26. September in seinem Hotelzimmer. Angesichts der für den nächsten Tag angekündigten Abschiebung der Flüchtlingsgruppe zurück nach Frankreich wird vermutet, dass er sich mithilfe einer Überdosis Morphium das Leben nahm. Benjamin ist auf dem Friedhof von Portbou bestattet, auf dem seit 1979 eine Tafel an ihn erinnert. (Wikipedia)

Lisa-Fittko

In dem Buch erzählt Lisa Fittko über ihre Pyrenäenüberquerung mit Walter Benjamin. Mit ihrem Mann Hans Fittko half sie vielen Flüchtlingen, über die Grenze nach Spanien zu kommen. Sie machten den gefährlichen Weg über die Pyrenäen bis zu dreimal in der Woche.

Blaupause in Andalusien

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